Fachgruppensprecher: Marcus Beneke
Wir alle leben und agieren in Gruppen, arbeiten in Gruppen, sind Teile von Gruppen, nehmen bestimmte Positionen in Gruppen ein und lernen aus dem Miteinander in Gruppen. Alle oder zumindest die meisten dieser Aspekte treffen auf jeden von uns zu. Da sich in einem Miteinander eben normalerweise auch Konflikte entwickeln, ist immer die Frage, wie wir möglichst konstruktiv mit Auseinandersetzungen umgehen und einen effektiven Nutzen für unser nachgewiesenermaßen psycho-sozial angelegtes Wesen aus ihnen ziehen. Und lernen. Im progressiven oder eben auch regressiven Sinne. Beides ist möglich, in der jeweiligen Situation jedoch oft kaum voneinander zu unterscheiden.
Jugendgewalt ist dabei ein Phänomen, welches derzeit oft durch die Presse geht und folglich die Öffentlichkeit stark beschäftigt. Sie wird zur Recht verurteilt und bestraft, die hinter der Gewalt sich verbergenden Ressourcen des Individuums werden jedoch viel zu wenig beachtet und gefördert.
In der sozialen Gruppenarbeit wurden wirkungsvolle Konzepte und Methoden zur Förderung von individueller Entwicklung, von psychosozialen Kompetenzen und von Konfliktfähigkeit erarbeitet. Zwischen der Mediation und dem systemdynamischen Ansatz in der Sozialen Gruppenarbeit gibt es dabei erstaunlich viele Parallelen. Sowohl bzgl. der angewandten Methodentechniken (z.B. Reframing, Spiegeln, paradoxe Interventionen, Systemirritationen, etc.) als auch bzgl. des Ablaufs in ebenfalls fünf unterteilten Phasen (Siehe Alpha-Modell). Und eben auch in dem ihnen gemeinsamen Ziel, psychosoziale Ressourcen zu aktivieren und zu optimieren.
Die Fachgruppe “Jugendgewalt, soziale Gruppenarbeit und Mediation”, deren Fachgruppensprecher ich derzeit die Ehre habe zu sein, wird sich mit diesen Übereinstimmungen und anderen höchst interessanten Themen intensiv beschäftigen.
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Marcus Beneke |