Kollektive Erinnerung und Mediation

Herzlich Willkommen zur Fachgruppe
Kollektive Erinnerung und Mediation!

Welches Denkmal soll im öffentlichen Raum stehen? Wo ist der Ort des Gedenkens? Wann soll der Gedenktag sein? Wie kann das Holocaust-Mahnmal aussehen? Welches Konzept soll die KZ-Gedenkstätte haben? Wo liegen die „Stolpersteine“? Wie wird der vergessenen Opfer gedacht? Wer hat welche Kriegserinnerungen? Wie ging der „Historiker-Streit“ aus?

Welches „Wir“ erinnert sich wie? Und was ist mit dem Vergessen?

Bei gesellschaftlichen Prozessen, in denen es um kollektive Erinnerung geht, geht es auch immer um unterschiedliche Hintergründe, Betroffenheiten und Perspektiven. Es gibt viel Konfliktpotenzial.

Gestritten wird z. B. um die angemessene Darstellung oder Symbolisierung und die richtige Deutung und Analyse eines Geschehens, eines Ereignisses oder eines Geschichtsabschnittes, sowie um die Schlüsse, die daraus zu ziehen sind und den Stellenwert im kollektiven Gedächtnis.

Ist das Sujet der Erinnerung eine kollektive verbrecherische Geschichte, sind die Erinnerungen begleitet von tiefen Leiderfahrungen, von Fragen nach Schuld und Verantwortung, von unüberbrückbar wirkenden Abgründen der Unfassbarkeit oder des Schweigens, des Ausweichens oder der Unversöhnlichkeit.

Wie kann Mediation, wie können Mediator/innen, wie kann Mediationskompetenz genutzt werden, wenn es um kollektive Erinnerungen in der Aufarbeitung der Geschichte, in der Vergangenheitspolitik und in der Gedenkkultur geht? Mit diesen Fragen befassen wir uns und laden Sie herzlich ein, dabei zu sein.

Fachgruppensprecherin Dr. Anette Kretzer

Fachgruppensprecherin
Dr. Anette Kretzer

Ansprechpartnerin

Dr. Anette Kretzer
Fachgruppensprecherin
E-Mail: fg-kollektiveErinnerung@mediation-dach.com